Andrew Garfield: Was macht eigentlich der Ex-„Spider-Man“?

Der letzte Film mit Andrew Garfield stammt von 2018. Seitdem ist es still um ihn geworden. Hat er die Schauspielerei an den Nagel gehängt?

Schauspieler Andrew Garfield (36) steht seit 2005 vor der Kamera. Der große internationale Durchbruch gelang ihm mit seiner Rolle als Eduardo Saverin in „The Social Network“ (2010). Der Film über die Gründung von Facebook von Regisseur David Fincher (57, „Sieben“) brachte ihm seine erste Golden-Globe-Nominierung ein. Danach sorgte sein Casting als Spinnenmann Peter Parker in den beiden „The Amazing Spider-Man“-Filmen für Aufsehen. Der erhoffte Erfolg für den Nachfolger von Tobey Maguire (45) blieb aber aus. Weitere „Spider-Man“-Filme mit Garfield gab es nicht und Tom Holland (24) wurde zur freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft.

Andrew Garfield verließ daraufhin das Superheldenmetier und wurde stattdessen zum Kriegshelden. 2017 konnte er sich über seine erste Oscar-Nominierung freuen, als bester Hauptdarsteller im Kriegsfilm „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ (2016) von Regisseur Mel Gibson (64). Der letzte Film mit Andrew Garfield kam im Jahr 2018 heraus. Vor der Kamera steht der Schauspieler aber auch weiterhin.

Vier neue Filmprojekte für Andrew Garfield

Gleich vier Filmprojekte hat Andrew Garfield in der Pipeline. Da wäre etwa das Drama „Mainstream“ von Regisseurin Gia Coppola (33), Nichte von Sofia Coppola (49) und Enkelin von Francis Ford Coppola (81). Gia Coppola hat auch am Drehbuch mitgeschrieben. Neben Andrew Garfield sollen etwa Maya Hawke, Nat Wolff und Jason Schwartzman zu sehen sein. Es geht in „Mainstream“ um ein exzentrisches Liebesdreieck und darum, wie man im schnelllebigen Internet-Zeitalter seine eigene Identität bewahrt. Seit 2019 ist der Film im Kasten. Ein offizieller Kinostart ist bisher nicht bekannt.

Im Drama „The Eyes of Tammy Faye“ ist Andrew Garfield an der Seite von Jessica Chastain (43, „Zero Dark Thirty“) zu sehen. Die beiden spielen das Ehepaar Jim und Tammy Faye Bakker, zwei Televangelisten aus bescheidenen Verhältnissen, die in den 1970er und 1980er Jahren das weltweit größte religiöse Rundfunknetz sowie einen Themenpark erschufen. Sie predigten Liebe und Akzeptanz und wurden aufgrund ihres Wohlstandes verehrt. Doch das perfekte Leben bekam schnell Risse: finanzielle Unregelmäßigkeiten, intrigante Rivalen und ein Sexskandal zerstörten ihre Ehe und brachten ihr Imperium zum Einsturz. Der offizielle Kinostart steht bisher noch nicht fest.

Für Regisseur James Marsh (57, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“) wird Andrew Garfield im Biopic „Instrumental“ zu Starpianist James Rhodes (45). Der Film basiert auf den gleichnamigen Memoiren von Rhodes, der darin enthüllt, wie die Musik sein Leben rettete, nachdem er als Schüler auf einer reinen Jungenschule sexuell missbraucht wurde. Er litt psychisch wie körperlich darunter und entwickelte unter anderem Essstörungen, Schäden an der Wirbelsäule sowie eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Sein Peiniger starb ehe er vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden konnte. Einen offiziellen Kinostart gibt es bisher nicht.

Mit Spannung wird zudem „Tick, Tick… Boom!“ erwartet, das Filmregiedebüt von Lin-Manuel Miranda (40), dem Mastermind hinter dem Hit-Musical „Hamilton“. Die Rechte an dem Musicaldrama hat sich Streaminganbieter Netflix gesichert. Die Handlung dreht sich um einen aufstrebenden Theaterkomponisten, Jon, den Andrew Garfield verkörpern soll. Jon steckt offenbar in einer Midlife-Crisis und hadert damit, ob seine Träume all seine Kämpfe wert sind. Alexandra Shipp, Vanessa Hudgens und Bradley Whitford sollen ebenfalls zum Cast gehören. Aufgrund der Corona-Pandemie steht die Veröffentlichung noch in den Sternen.

Mit „Solange ich atme“ im deutschen Free-TV

Am 14. Juli 2020 (22:45 Uhr, Das Erste) ist Andrew Garfield indes im deutschen Free-TV zu erleben. Im Drama „Solange ich atme“ (2017) spielt der einstige „Spider-Man“ den schwerkranken Geschäftsmann Robin Cavendish, der sich in Kenia mit dem Poliovirus infiziert. Die Folgen sind erschütternd: Er ist vom Hals abwärts gelähmt und hat nach Ansicht des Arztes nur noch wenige Monate zu leben. Sein Lebensmut schwindet von Tag zu Tag mehr. Doch seine Ehefrau Diana, verkörpert von „The Crown“-Star Claire Foy (36), gibt nicht auf. Sie kehrt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn Jonathan (Dean-Charles Chapman, 22) nach England zurück.

Durch ein neuartiges Atemgerät, die Erfindung seines Freundes Teddy Hall (Hugh Bonneville, 56), schöpft Robin Cavendish schließlich neue Hoffnung. Seine Mission: Er möchte nicht nur sein Leben verbessern, sondern auch das vieler anderer schwerbehinderter Menschen. Der Film von Andy Serkis (56) basiert auf der wahren Lebensgeschichte des Briten Robin Cavendish (1930-1994), der über 30 Jahre mit den Folgen einer Polio-Erkrankung lebte und durch seinen Einsatz als Fürsprecher von Behinderten zu einem Vorbild avancierte.

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