Melania Trump: „Ich arbeite mir den Ar*** ab!“

Melania Trump wurde im Juli 2018 heimlich bei einem Telefonat auf Tonband aufgenommen. In der CNN-Show „Anderson Cooper 360“ werden Teile des Gespräches öffentlich abgespielt.

Schon nach wenigen Sekunden wird klar: Melania Trump, 50, ist sauer. Mächtig sauer. Ständig wird sie von der Öffentlichkeit kritisiert – mal wegen der Politik ihres Mannes Donald Trump, 74, mal wegen ihrer angeblichen Untätigkeit als First Lady. „Ich arbeite mir den Ar*** ab für die Weihnachtssachen“, stellt sie gegenüber ihrer Freundin Stephanie Winston Wolkoff klar. „Wer gibt einen Scheiß auf Weihnachtssachen und -dekoration? Aber ich muss es tun, richtig?“ Mit „Weihnachtssachen“ meint die First Lady die Organisation des Festes für das Weiße Haus, welche traditionell in das Aufgabengebiet der Präsidentengattin fällt. Sie fährt genervt fort: „Ok, ich tue es also und sage, dass ich gerade an der Planung für Weihnachten arbeite. Und alles, was sie [vermutlich die US-Medien] sagten: ‚Oh, was ist mit den Kindern, dass sie getrennt wurden?“

Melania Trump hat genug von den Medien

Melania bezieht sich hier auf eine von der Trump-Regierung 2018 durchgeführten Trennung von illegal eingewanderten Migranten und deren Kinder an der Grenze zu Mexiko. Unter dem vorherigen Präsidenten Barack Obama, 59, gab es diese Regel zwar auch – aber sie kam nur dann zum Tragen, wenn die Behörden Bedenken hinsichtlich des Wohlergehens der Kinder hatten oder nicht bestätigen konnten, dass der Erwachsene tatsächlich ihr gesetzlicher Vormund war. „Haben sie irgendetwas gesagt, als Obama das tat? (…) Ich habe versucht, das Kind wieder mit der Mutter zu vereinen. Ich hatte keine Chance. Das muss Prozesse und Gesetze durchlaufen“, redet sich Melania zu einer konkreten Mutter-Kind-Trennung in Rage. Ihre Forderung bei all dem Trubel: „Gebt mir eine verdammte Pause!“

Kurz danach wird ihre Stille brüchig und noch aufgeregter. Dass die Presse eine positive Geschichte über sie nicht aufgenommen hat, kann sie nicht fassen. „Sie haben die Story nicht gebracht. Sie sind gegen uns, weil sie liberale Medien sind. Wenn ich zu FOX gehe [dem Lieblings-TV-Sender von Donald Trump, Anmerk. d. Red.] machen sie die Story. Aber ich will nicht zu FOX gehen.“

So kamen die Gespräche mit der First Lady an die Öffentlichkeit

Die Tonbänder hat Stephanie Winston Wolkoff im Zuge ihres am 2. September veröffentlichten Buches „Melania and Me: The Rise and Fall of My Friendship with the First Lady“ persönlich an die Presse gegeben. Wolkoff, eine ehemalige Mitarbeiter des „Vogue“-Magazins, kennt Melania Trump seit mehr als einem Jahrzehnt. Die beiden Frauen lebten in New York und verkehrten dort in ähnlichen, sozialen Kreisen. Nachdem Donald Trump die US-Wahl im November 2016 für sich entschieden hatte, engagierte Melania Wolkoff als leitende Beraterin. Im Februar 2018 beendete Melania Trump die Arbeitsbeziehung. Grund waren Berichte, nach denen Wolkoffs Firma für die Organisation rund um die Vereidigungsfeier von Trump 26 Millionen Dollar (21,1 Mio. Euro) berechnet hatte. Melania distanzierte sich von ihrer Freundin – das Ende der einst innigen Beziehung. „Die Melania, die ich kennengelernt habe, ist eine ganz andere Person als die Melania, die es heute gibt“, sagte Wolkoff in einem Interview mit „ABC News“ im August und fügt hinzu, sie sei im Februar 2018 „geopfert“ worden.

Das sagt Melania zu dem Tonband

In einer Erklärung hat Melania Trumps Stabschefin Stephanie Grisham Wolkoff wegen der Veröffentlichung der Aufnahme verurteilt. „Die First Lady heimlich aufzunehmen und absichtlich eine NDA [Geheimhaltungsvertrag, Anmerk. d. Red.] zu brechen, um ein sensationslüsternes Buch zu veröffentlichen, ist ein klarer Versuch, sich [öffentliche] Bedeutung zu verschaffen. Der Zeitpunkt dafür ist weiterhin verdächtig – ebenso wie diese unendliche Ausübung von Selbstmitleid und Narzissmus.“

Verwendete Quellen:CNN.com, ABC.com, 

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