Sarah Harrison: „In den Wochen vor der Hochzeit habe ich viel geweint“

Für Sarah Harrison und ihren Mann Dominic läuteten am 15. August 2019 die Hochzeitsglocken. Rund ein Jahr später reflektiert die Influencerin ihren großen Tag und verrät im GALA-Interview, was sie in den Tagen vorher so sehr belastete. 

Für Sarah Harrison und ihren Mann Dominic zählt der 15. August 2019 zu einer der schönsten Tage im Leben. Denn da gab sich das Paar im Rahmen einer freien Trauung auf dem hohen Darsberg bei Heidelberg das Ja-Wort. Mit dabei waren auch Freunde wie Sänger Pietro Lombardi oder Xavier Naidoo, der als Überraschungsgast für das Paar am Abend mit einigen Songs auftrat.

Ein Jahr später reflektiert Sarah ihren großen Tag und verrät im GALA-Interview, wie die Vorbereitungen verliefen, in welchen Punkten sich das Paar einig waren (und welche Sarah lieber selbst in die Hand nahm) und warum die 29-Jährige nachvollziehen kann, wenn Influencer ihre Hochzeit auf Instagram & Co. vermarkten.

Sarah Harrison: Im GALA-Interview spricht sie über ihre Hochzeit

GALA: Sie haben an Ihrer Hochzeit Ihre 2,6 Millionen Fans mitgenommen, sind sogar live gegangen. Warum?
Sarah Harrison: Für mich war klar, dass ich meine Fans auf diese Reise mitnehme. Verlobung, Hochzeit, Schwangerschaft, Nachwuchs oder auch bestimmte Urlaube – das sind einfach Themen, die die Menschen interessieren und die ich mit ihnen teilen möchte. Aber trotzdem war ich im Nachhinein sehr überrascht, dass es so viele Menschen waren, die uns bei diesem Schritt begleitet haben. Insgesamt haben sich den Hochzeitsstream fast drei Millionen Menschen angeschaut. Mich ehrt es aber extrem zu wissen, dass so viele Menschen Anteil an diesem Event genommen haben. 

Ist das etwas, was Sie rückblickend genauso wieder machen würden?
Definitiv. Man darf eben auch nicht vergessen, dass wir nur die Momente online gestellt haben, die wir passend fanden. Unsere Hochzeit ging fast drei Tage. Das, was wir davon auf Instagram zeigten, war dementsprechend auch nur ein Bruchteil der eigentlichen Feier. 

Sind Sie denn selbst mit dem Handy auf Ihrer Hochzeit umher gelaufen, um alle Eindrücke aufzunehmen und zu teilen?
Nein, das hat eine Freundin von mir übernommen. Ich hätte an dem Tag keinen Kopf dafür gehabt (lacht).

  Sarah + Dominic Harrison
Sarah + Dominic Harrison
© tetty.net

Haben Sie Ihren Gästen bestimmte Social-Media-Regeln für den Tag mitgegeben?
Ganz ehrlich? Wir haben lange darüber diskutiert und überlegt, was der richtige Weg ist. Und wir haben uns letztlich dazu entschlossen, dass unsere Gäste ihre Handys so verwenden sollen, wie sie möchten. Es gehört einfach dazu, wenn man schöne Momente im Leben erlebt, dass man sie fotografisch festhält und mit anderen teilt. Die einzigen Regeln, die es dann letztlich gab: Bei der Trauung durfte nicht gefilmt werden und Ich darf als erstes mein Hochzeitskleid posten – danach Feuer frei (lacht).

Sarah Harrison: So hat sie sich auf die Hochzeit vorbereitet

Als Braut möchte man am großen Tag bestmöglich aussehen. Hat Sie das vorher sehr unter Druck gesetzt? 
Ich habe versucht, mich weitestgehend nicht unter Druck zu setzen. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich auch sonst sehr auf mein Äußeres achte und beispielsweise regelmäßig zum Frisör gehe und zur Maniküre. Vor der Hochzeit bin ich zusätzlich noch ins Solarium gegangen, habe Sport gemacht und auf meine Ernährung geschaut. Aber mir war es sehr wichtig, als Braut immer noch so auszusehen, wie ich sonst auch aussehe. 

Gibt es etwas, was Sie anders machen würden? 
Unsere Hochzeit hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir hatten aber auch eine Wedding Plannerin, die wir erst kennen gelernt haben, als wir schon mittendrin in unseren Planungen waren. Durch Svenja Fischer haben wir unsere bisherigen Planungen nicht nur über den Haufen geworfen, wir haben ihr dann auch komplett die Zügel überlassen. 

Ein sehr großer Vertrauensbeweis.
Wir haben ihr von Anfang an vertraut – und das hat sich auch ausgezahlt. Denn vieles was wir an der Hochzeit gesehen oder erlebt haben, war nicht nur für unsere Gäste das erste Mal, sondern eben auch für uns. Ring frei für die Liebe Verlobung + Hochzeit (22825)

Haben Sie Ihr gar keine Anhaltspunkte gegeben?
Doch, einige Punkte haben wir schon vorab besprochen, aber so gut wie keine Details. Beispielsweise wollte ich am Vorabend der Hochzeit ganz viele Kerzen haben und an dem Hochzeitstag selbst unzählige Blumen. Auch das Farbschema haben wir vorher besprochen. Und natürlich auch das Budget abgesteckt. Doch beim Rest der Umsetzung kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.

Sarah und Dominic: Bei diesem Punkt waren sie sich nicht einig

Sie lassen sich also gerne überraschen.
Definitiv! Außerdem bin ich einfach der felsenfesten Überzeugung, dass Menschen die mindestens einmal im Monat eine Hochzeit planen, das besser können, als ich, die im Leben nur die eine plant. 

Waren Sie und Dominic denn immer einer Meinung?
Jaein. In Sachen Blumen musste ich ihn doch ein bisschen überzeugen. Für mich war es sehr wichtig, dass wir viele Blumen auf der Hochzeit dekorieren. Und da hatte ich dann aber auch glücklicherweise das letzte Wort (lacht). Deko und Blumen sind eben auch eher Frauensache. 

Was war der schönste Moment Ihrer Hochzeit?
Oh, da gibt es einige. Eigentlich war es ein Auf und Ab der Gefühle – wir haben geweint, aber auch gelacht. Einer der schönsten Momente war aber mit Sicherheit die Freie Trauung an sich – unsere Ehegelübde inklusive. Auch an den Hochzeitstanz oder an den Tanz mit meinem Papa erinnere ich mich sehr gerne zurück. Ein Highlight war natürlich auch, dass Pietro Lombardi und Xavier Naidoo für uns gesungen haben. Mit dem Auftritt von Xavier haben wir beispielsweise gar nicht gerechnet. 

  Sarah Harrison + Dominic Harrison 
Sarah Harrison + Dominic Harrison
© tetty.net

Wie wichtig war es Ihnen, dass Ihre Tochter Mia an dem Tag dabei war?
Sehr wichtig, jedoch glaube ich nicht, dass sie sich daran erinnert. Sie war zu dem Zeitpunkt einfach noch zu klein. Aber nichtsdestotrotz war der Tag für sie großartig und spaßig: All ihre Freundinnen und Cousinen waren dabei, sie hatte ein schönes Kleidchen an und konnte sich in der Hüpfburg austoben (lacht). Ich habe ihr im Nachhinein ein kleines Fotoalbum von dem Tag gemacht, das schaut sie sich jetzt regelmäßig an und ist jedes Mal aufs Neue verzückt – für sie das schönste Bilderbuch, was sie in ihrem Schrank hat. 

Wie schwer fiel es Ihnen, eine Gästeliste zu erstellen?
Bei den Gästen aus der Familie und dem engeren Freundeskreis waren wir schnell einer Meinung. Darüber hinaus war es uns wichtig, dass wir nur Menschen auf der Hochzeit haben, mit denen wir etwas erlebt haben und die hinter uns stehen. Auch haben wir jeglicher Presse abgesagt, denn uns war es wichtig, für uns zu sein und das alles so gut es geht zu genießen. 

„Es fühlte sich richtig an, unsere Hochzeit auf Instagram zu teilen“

Sie haben sich also gegen eine Vermarktung Ihrer Hochzeit entschieden.
Genau, wir haben für uns beschlossen, dass wir alle Fotos selbst posten und unsere Fans so teilhaben lassen, wie wir es möchten. Das machen wir seit Jahren und deswegen fühlt es sich auch richtig an, unsere Hochzeit auf Instagram zu teilen. 

Können Sie denn nachvollziehen, wenn andere Influencer oder prominente Persönlichkeiten ihre Hochzeiten vermarkten?
Ja, die Zeit heute ist für so etwas offen – jeder sollte das tun, was er möchte. Ich selbst finde es schön, wenn Menschen ihre Hochzeit vermarkten, dann haben wir nämlich alle was zu schauen (lacht). Allerdings sollte man sich dessen bewusst sein, dass man eben nur einmal im Leben heiratete. Man sollte eben abwägen: Will ich nach der Trauung direkt ein Interview geben oder möchte ich bei meinen Gästen sein und die Emotionen weiter für mich persönlich aufnehmen? 

Sind Sie nach der Hochzeit in ein kleines Loch gefallen?
Nein, tatsächlich nicht. Dominic und ich konnten erstmal aufatmen, da die Wochen vor der Hochzeit doch recht anstrengend waren und mir ehrlich gesagt auch sehr an die Nerven gingen.

Ich habe auch viel geweint, da ich mir wirklich viele Gedanken gemacht habe. Insbesondere die Schlecht-Wetterprognosen haben mich verrückt gemacht.

Wir hatten ja eigentlich eine Open-Air-Hochzeit geplant, doch durch den vorhergesagten Regen mussten wir noch einmal alles umorganisieren und ein Zelt besorgen. Aber letztlich ist ja doch nochmal alles gut gegangen. Und wir haben nach der Hochzeit dann ja auch wieder mit der Babyplanung angefangen – also langweilig wurde uns nicht (lacht). 

Haben Sie einen Tipp für nachfolgende Brautpaare?
Sich nicht stressen lassen! Und nicht das Budget aus den Augen verlieren. Man muss während der Planung immer wieder Abstriche machen, aber das bedeutete nicht, dass damit auch die Hochzeit weniger schön wird. Ein Feuerwerk für 3.000 Euro kann genauso schön sein, wie eins für 10.000 Euro. 

Verwendete Quellen:Interview mit Sarah Harrison

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