Charlène, Fürstin von Monaco, kann bald wieder zu ihrer Familie zurück. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Phill Magakoe/AFP Pool/AP/dpa)

Sie nähte Decken für arme Kinder, zeigte sich in Khaki-Kleidung mit Tierschützern im afrikanischen Busch, empfing ihre Familie – und ließ sich ihre Zuversicht nicht rauben.

Fürstin Charlène von Monaco machte wochen- und monatelang ungewollt Schlagzeilen wegen einer Erkrankung, die sie in Südafrika festhielt und über deren genaue Ursache offiziell nur wenig bekannt wurde. Das Rätselraten dürfte nun bald ein Ende haben.

«Ihr geht es gut, sie erholt sich, sie ist guter Laune und bei guter Gesundheit – sie ist sehr stark», erklärte Chantell Wittstock, die Sprecherin ihrer Stiftung, der Deutschen Presse-Agentur in Johannesburg. Ihre Erholung mache sehr gute Fortschritte, sodass innerhalb der kommenden zwei Wochen der Rückflug nach Monaco anstehe.

Doch was war es nun wirklich, das sie fast ein halbes Jahr lang in Südafrika festhielt? Ein vor ihrer Reise durchgeführter kieferchirurgischer Eingriff habe ihre Rückkehr hinausgezögert, lautete die von der Fürstin selbst in einem Radio-Interview abgegebene Erklärung. Beim Fliegen in großer Höhe könne sie den Ohrendruck nicht ausgleichen, sagte sie ohne weitere Erklärung zu dem Eingriff. «Wir können keine medizinischen Details bestätigen», betonte auch Chantell Wittstock. Erst nach der Rückkehr der Fürstin werde es dazu in Monaco eine Erklärung geben, kündigte sie an und meinte zugleich: «Sie wird noch einige Folgeuntersuchungen haben, aber nichts Größeres.»

Da es nur wenig Informationen gab, waren es vor allem Bilder der Fürstin, die in den sozialen Medien Spekulationen von einer misslungen Schönheits-Operation bis hin zu einer bevorstehenden Familientrennung befeuerten. Bei ihrer südafrikanischen Familie löste das Kopfschütteln aus. «Als sie in Südafrika eintraf hat man dann festgestellt, dass es ihr nicht gut ging und dann entdeckt, dass es eine Infektion gab», bestätigte Sprecherin Wittstock mit Blick auf die Gesundheitsprobleme der Fürstin.

Die Mutter der Zwillinge Gabriella und Jacques – des künftigen Fürsten von Monaco – saß in der Küstenprovinz KwaZulu-Natal fest, wo die als Charlene Wittstock geborene Fürstin einst für ihre Karriere als Leistungsschwimmerin trainiert hatte. Selbst ihren 10. Hochzeitstag verbrachte sie am Kap, wohin sie nach eigenen Angaben noch immer starke emotionale Bindungen hat.

Zu Jahresbeginn war sie in das Land am Südzipfel Afrikas gereist, um den Kampf gegen die Nashorn-Wilderei zu unterstützen. Dabei hatte sie ein Naturreservat besucht, in dem Ranger Nashörner zum Schutz vor Wilderern enthornen. Es sei eine Herzensangelegenheit für sie, beteuerte die Fürstin.

Charlène hatte den 20 Jahre älteren Fürsten Albert II. (63) Albert im Jahr 2000 bei einem Schwimmwettkampf kennengelernt, nachdem sie zuvor bei den Olympischen Spielen 2000 für Südafrikas Nationalmannschaft angetreten war. Demnächst steht nun die Rückkehr in den Kreis der Familie an. Sie habe ihren Ehemann und die Kinder in der strapaziösen Zeit sehr vermisst, erklärte sie in einem Interview.

Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten, Von Ralf E. Krüger, dpa

Von