Regisseur Jean-Pierre Dardenne (l-r), Mbundu Joely, Pablo Schils und Regisseur Luc Dardenne stellten ihren Film «Tori and Lokita» in Cannes vor. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Cole/AP/dpa)

Die preisgekrönten belgischen Regisseure Pierre und Luc Dardenne möchten in ihren Filmen Machtverhältnisse in Frage stellen.

«Was uns interessiert, sind die Schwachen», sagte Luc Dardenne am Mittwoch bei den Filmfestspielen in Cannes. «Verglichen mit den Mächtigen ist es das Leben der Schwachen, über das wir reden möchten. Das sind die Charaktere, die wir abbilden wollen.»

Die Dardenne-Brüder sind mit ihrem Film «Tori and Lokita» im Wettbewerb der Filmfestspiele vertreten. Das Werk erzählt von den jungen Migranten Tori und Lokita, die sich auf der Flucht kennengelernt haben und sich nun als Geschwister ausgeben, um Lokita (Joely Mbundu) einen Aufenthaltsstatus in Belgien zu ermöglichen. Doch die Behörden erkennen das nicht an, und Lokita läuft Gefahr, zurück zu müssen. Um Geld zu verdienen, arbeiten die beiden nachts als Drogenkuriere. Schließlich willigt Lokita in einen Job ein, der verhängnisvoll enden wird.

Die Dardenne-Brüder waren bereits mit vielen Filmen in Cannes vertreten und gewannen zweimal den Hauptpreis Goldene Palme («Rosetta», 1999, und «Das Kind», 2005).

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