Susie Glass (Kaya Scodelario) und Eddie Horniman (Theo James) in einer Szene aus «The Gentlemen». (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christopher Rafael/Netflix/dpa)

Einen Kultfilm und große Spannung dank krimineller Machenschaften haben die Streamer im Angebot.

The Gentlemen

Als Herzog Archibald Horatio Landrover Horniman stirbt, erbt sein Sohn Eddie alles. Titel, Schloss und Ländereien. Und – eine gigantische Cannabis-Produktion. Unverhofft steht der junge Aristokrat an der Spitze eines Drogenimperiums. In der britischen Unterwelt verfolgt man ganz genau, was nun geschieht. Erst will Eddie so schnell wie möglich aus dem kriminellen Geschäft aussteigen. Doch das ist nicht leicht, nicht zuletzt wegen seines verpeilten, dauerkoksenden Bruders Freddy, der horrende Schulden angehäuft hat.

Eddie versucht, ihn und seine ganze Familie aus diesem Schlamassel zu befreien, wird dabei aber immer tiefer in ein Netz aus Kriminalität und Gewalt hineingezogen. Eine gefährliche Welt, die Eddie aber mit der Zeit immer besser gefällt.

Guy Ritchie hat die Serie «The Gentlemen» inszeniert, in Anlehnung an seinen gleichnamigen Spielfilm von 2019. In den Hauptrollen spielen Theo James («Die Bestimmung») als Eddie, Kaya Scodelario («The King’s Daughter») als knallharte Gangster-Chefin Susie und Giancarlo Esposito («Breaking Bad») als reicher Onkel Stan. Zu sehen gibt es die acht Folgen bei Netflix.

Out of Rosenheim

Mit «Out of Rosenheim» ist dem Regisseur Percy Adlon ein Kunststück gelungen. Marianne Sägebrecht («Pettersson und Findus») spielt in der Tragikomödie die resolute Jasmin, die während eines USA-Urlaubs nach einem Streit mit ihrem Mann keine Lust mehr hat. Mitten in der Wüste in Kalifornien, entlang eines Highways, verlässt sie ihn. Eine Bayerin im Nirgendwo, mit Trachtenhut, Lodenkostüm und wilder Entschlossenheit.

In einem heruntergekommenen, staubigen Trucker-Motel mietet sie sich ein – und startet in das Abenteuer ihres Lebens, auch wenn sie auf den ersten Blick so gar nicht an diesen verlassenen, staubigen Ort zu passen scheint.

Adlon zeichnet die Figuren seiner Geschichte als skurrile, eigenwillige Menschen, die alle irgendwann mal große Träume hatten. Da ist etwa Brenda (CCH Pounder – «Rustin»), die ebenfalls frisch getrennt ist und das Motel mit Baby nun alleine schmeißen muss. Oder der Kulissenmaler Rudy Cox (Jack Palance – «Tango & Cash»), der in einem Wohnwagen haust und von Jasmin fasziniert ist.

Eine Mischung aus Einsamkeit, Schicksalsergebenheit, Wehmut, aber auch großer Wärme und Zuversicht durchzieht diesen Film, für den Adlon zahlreiche Preise bekam und der ein Welterfolg wurde. Für den Filmsong «Calling You» gab es sogar eine Oscar-Nominierung. Anlässlich des Todes Adlons in seiner Wahlheimat Los Angeles am 10. März ist «Out of Rosenheim» nun in der ARD Mediathek zu sehen, noch bis zum 10. April. Angeboten werden die deutsche Version und das englische Original.

The Brigade

Wenn die Leute von B.R.I.-Versailles anrücken, wird es brenzlig. Denn hinter dem Namen verbirgt sich eine Spezialeinheit der Pariser Polizei, die das organisierte Verbrechen bekämpfen soll. Als Said (Sofian Khammes – «Sentinelle Sud») die Einheit übernimmt, macht er jedoch beunruhigende Entdeckungen.

Sein Vorgänger Patrick (Bruno Todeschini – «Camille») hatte Verbindungen zu einem Gangster (Vincent Elbaz). Obendrein bricht ein gewaltiger Bandenkrieg aus und Said und sein Team sind mittendrin, darunter Badri (Rabah Nait Oufella), Vanessa (Ophélie Bau) und Julien (Wael Sersoub). Die Serie läuft bei Magenta TV+.

Trans – Drei Generationen, eine Reise

Die renommierte ZDF-Reportagereihe «37 Grad» erzählt die Geschichten von drei Transmenschen aus drei Generationen. Was bewegt sie, wie wollen sie leben? Und wie offen gehen sie mit ihrem Transsein in der Gesellschaft um? Da ist zum Beispiel Sophie, 30. Sie entscheidet sich für die medizinische Geschlechtsangleichung. Luca, 16, wusste schon als Kind, dass er ein Junge ist, nur im Körper eines Mädchens. Und die 69-jährige Nora setzt sich für die Rechte von Transmenschen ein.

Geschlechtsangleichende Operationen werden seit Jahren immer häufiger: 2021 unterzogen sich knapp 2600 Menschen in Deutschland einem solchen Eingriff. Sophie hofft darauf, dass sie ihre Transidentität nach der OP hinter sich lassen kann. «Für mich gibt es dann das Wort ‚Transgender‘ oder ‚Transe‘ nicht mehr.» «Trans – Drei Generationen, eine Reise» steht ab 19. März in der ZDF-Mediathek.

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