Der Erfinder des Ampelmännchens, Karl Peglau, mit einem überdimensionalen Ampelmännchen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: picture alliance / Stephanie Pilick/dpa)

Runder Geburtstag für das Ost-Ampelmännchen: Vor 60 Jahren, am 13. Oktober 1961, reichte der Verkehrspsychologe Karl Peglau seinen Entwurf des zur Kult-Figur gewordenen Ampelmännchens im Ost-Berliner DDR-Verkehrsministerium ein.

Mit seiner runden Knollennase, dem Hut und dem leichten Bauchansatz sollte das Männchen sympathisch wirken, Alt und Jung ansprechen – und gleichzeitig für eine sichere Regelung des Verkehrs sorgen. Bis dahin gab es in der ehemaligen DDR keine Lichtsignale für Fußgänger.

Von 1969 bis 1972 wurden die roten und grünen Ampelmännchen in alle DDR-Ampeln eingesetzt. Allerdings ein wenig abgeändert: Lief das grüne Männchen in Peglaus Entwurf noch nach rechts, ließ man es – angepasst an die sozialistische Haltung – nach links laufen.

Bis heute tun die Ost-Ampelmännchen ihren Dienst und sind Bestandteil des öffentlichen Lebens. Das war nicht immer so: Nach der Wiedervereinigung wurden sie zunächst durch die westdeutschen Symbole ersetzt. Ende der 90er Jahre führten die ostdeutschen Bundesländer sie wieder ein. Die Stadt Berlin übernahm sie in Ost und West.

Heute ist das Ost-Ampelmännchen ein beliebtes Andenken und Sinnbild von «Ostalgie». Touristen fotografieren die «niedlichen» roten und grünen Männchen in den Fußgängerzonen und kaufen entsprechende Souvenirs. Etwa auf Tassen oder als Schlüsselanhänger nehmen Gäste aus aller Welt das Ost-Ampelmännchen als Andenken mit nach Hause.

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